Projektregion Aachen

Die Projektregion Voreifel liegt in Nordrhein-Westfalen und umfasst mit dem Aachener Hügelland und der Vennfußfläche das nordwestlichste Verbreitungsgebiet der Gelbbauchunke. Die Gelbbauchunke findet hier Sekundärhabitate in Kalksteinbrüchen und auf Truppenübungsplätzen. Als Primärhabitat kommen naturnahe Bachtäler in Frage.

Projektgebiet NRW 7 "Brander Wald"

Lage: Östlicher Rand der Stadt Aachen, Bezirk Brand

Größe: 193 Hektar (davon Stadt Aachen: 165 Hektar)

Schutzstatus: Natura 2000-Gebiet

Biotop/Geographie/Geologie: Wälder aus heimischen und nicht-heimischen Baumarten, kleinflächig naturnahe, standorttypische Wälder wie Erlenbruchwälder und Eichen-Buchenwälder, Borstgras- und Heideflächen, Bachtäler sowie kleinflächige Galmeifluren. Im Naturraum "Aachener Hügelland" gelegen.

Schutzzweck: Lebensraum bedeutender Vorkommen der Herpetofauna insbesondere das regional bedeutendste Vorkommen der Gelbbauchunke (Bombina variegata) sowie weiterer 7 Amphibien- und 4 Reptilienarten.

Pflege: Erhalt und weitere Förderung der Laichhabitate durch Erhöhung des Gewässerangebotes an flachen Klein- und Kleinstgewässern (vor allem durch künstlich angelegte wassergefüllte Fahrzeugspursysteme). Die Nadelholzbestände sollten schrittweise in Laubwald umgewandelt werden, Offenlandbiotope sind zu erhalten und zu fördern, Grünlandbereiche extensiv zu nutzen.

 

Projektgebiet NRW 8 "Indetal"

Lage: Stadt Aachen, im Indetal zwischen den Bezirken Kornelimünster und Brand

Größe: 128 Hektar

Schutzstatus: Naturschutzgebiet

Biotop/Geographie/Geologie: Feuchtwiesen, Sümpfe, naturnahe Bachaue und Magergrünland im „Aachener Hügelland“ mit Hangdruckquellen auf basischen, pleistozänen Lehmablagerungen.

Schutzzweck: Wertvolle Grünland- und Flachmoorstrukturen. Artenreiche Vegetation mit typischer Insektenfauna. Sumpfdotterblumenwiesen, Braunseggenrieder, Schwertlilienbestände, Großseggenrieder. Natürlich mäandrierender Verlauf der Inde mit Gehölz- und strukturreichem Ufer.

Brut- und Nahrungshabitat von Sumpfrohrsänger, Stieglitz, Dorngrasmücke, Gelbspötter, Eisvogel, Wasseramsel, Gebirgsstelze, Kleinspecht, Baumfalke.

Lebensraum des Bibers, der Ringelnatter, der Gelbbauchunke und des Mädesüß-Permutterfalters

Lebensraum seltener Heuschreckenarten: Goldschrecke, Sumpfgrashüpfer, Sumpfschrecke.

Pflege auf Teilgebieten: Extensive Beweidung, einschürige Mahd, keine Düngung, Handmahd, Heckenpflege.