Neues Leben im Steinbruch

Erste Wiederansiedlung der Gelbbauchunke im Lohoffschen Bruch (Landkreis Göttingen)

Tettenborn Kolonie. Es ist so weit. Nach der umfangreichen Maßnahme im Februar konnten am 10. Juli 2019 die ersten jungen Gelbbauchunken bei bestem Wetter ihre neue Heimat im Lohoffschen Bruch südlich von Bad Sachsa beziehen. Zu der Wiederansiedlung in dem ehemaligen Gipssteinbruch waren insgesamt 21 Gäste gekommen, darunter Projekt- und Kooperationspartner von LIFE BOVAR, VertreterInnen der zuständigen Behörden und örtlichen Naturschutzverbände sowie interessiere BürgerInnen. ,,Wir möchten uns bei allen Beteiligten bedanken, durch deren Unterstützung es heute möglich ist, der gefährdeten Gelbbauchunke hier ein neues Zuhause bieten zu können‘‘, so Holger Buschmann, Landesvorsitzender des NABU Niedersachsen.

 

Den Lohoffschen Bruch ,,gelbbauchunkengerecht‘‘ zu gestalten, war nicht einfach. ,,Als wir mit der Maßnahme begonnen haben, wussten wir nicht, ob in dem Gipskarst überhaupt Wasserhaltung möglich ist‘‘, erklärt Projektmitarbeiter Bruno Scheel vom NABU Niedersachsen. ,,Darum ist es natürlich umso erfreulicher, dass wir heute hier stehen und dem Steinbruch wortwörtlich wieder Leben einhauchen können‘‘, so Scheel weiter.

 

Die Unken, die im Lohoffschen Bruch wieder angesiedelt werden, stammen aus dem nächstgelegenen Vorkommen der Gelbbauchunke in Thüringen. Ende April wurde hier eine Zuchtgruppe entnommen, die in der Zuchtstation im Projektbüro von LIFE BOVAR in Rinteln, Landkreis Schaumburg, gehältert wird. Seitdem hat sich einiges getan. ,,Insgesamt werden wir heute rund 600 junge Unken aussetzen. Das ist eine tolle Zahl‘‘, verkündet Projektmitarbeiterin Kim Fasse vom NABU Niedersachsen. ,,Die Entwicklung der Art hier im Lohoffschen Bruch werden wir ab jetzt natürlich engmaschig kontrollieren‘‘, so Fasse.

 

Foto: Christian Härting